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Anklage wegen schwerer räuberischer Erpressung, Raub und gefährlicher Körperverletzung, Verstoß gegen das Waffengesetz

Berlin Tiergarten
Vom 05.05.2011 bis zum 12.05.2011 fand vor dem Landgericht Berlin (Große Jugendstrafkammer) ein Prozeß statt.

Angeklagt waren acht junge Menschen, von denen einer zur Tatzeit über 21 Jahre alt war. Die anderen waren entweder unter 18 (Jugendliche) oder zwischen 18 und 21 Jahre (Heranwachsende) alt

Der Vorwurf in der Anklageschrift lautete: Gemeinschaftliche schwere räuberische Erpressung in Tateinheit mit versuchtem schwerem Raub und gefährlicher Körperverletzung; §§ 255,250, 223 StGB.

Jedem Angeklagten drohte damit eine (Jugend-) Freiheitsstrafe).

Zwei der Angeklagten hatten den Geschädigten Schreckschußpistolen an die Köpfe gehalten und Geld sowie Handys verlangt. Ein weiterer Angeklagter hatte einen Schlagring dabei und hatte damit auch zugeschlagen.

Andere Angeklagte nahmen schließlich Wertgegenstände mit.

Allerdings stand nach der Beweisaufnahme nach mehreren Verhandlungstagen aus Sicht mehrerer Verteidiger fest, daß einige der Angeklagten nicht wußten, daß Schreckschußpistolen eingesetzt werden sollten und das Sachen weggenommen werden sollten.

Dies betraf auch die Mandantin von Rechtsanwalt Pohl, die selber weder eine Waffe benutzte noch selber Wertsachen wegnahm.

Die Staatsanwaltschaft ging nach der Beweisaufnahme nach wie vor davon aus, daß jeder der 8 Angeklagten Mittäter der räuberischen Erpressung usw. war.

In den Plädoyers von Rechtsanwalt Pohl und einigen seiner Verteidigerkollegen ging es um die Frage, ob dem jeweiligen Mandanten die Taten der anderen Angeklagten zuzurechnen waren.

Rechtsanwalt Pohl betonte außerdem ausdrücklich, daß hinsichtlich seiner Mandantin keine Jugendfreiheitsstrafe zu verhängen sei, da weder schädliche Neigungen noch Schwere der Schuld vorlägen.

Dem folgte das Gericht zu großen Teilen.

Einige Angeklagte wurden zu Jugendfreiheitsstrafen zur Bewährung verurteilt, der einzige Erwachsene zu einer Strafe von über vier Jahren ohne Bewährung.

Die Mandantin von Rechtsanwalt Pohl wurde wegen Beihilfe zur schweren räuberischen Erpressung und wegen gefährlicher Körperverletzung dazu verurteilt, mehrere Auflagen bzgl. ihrer Ausbildung zu erfüllen, und erhielt einen Betreuungshelfer.

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