Fachanwälte für StrafrechtStrafrechtskanzlei Pohl Marx Rolnik

Aktueller Fall: Strafprozeß wegen gefährlicher Körperverletzung endet mit Freispruch

Berlin-Tiergarten:
Nach nunmehr drei Verhandlungstagen vor dem Amtsgericht Tiergarten wurden die von Rechtsanwalt Pohl und Rechtsanwalt Marx verteidigten Angeklagten vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen.

Dem vorausgegangen waren drei Verhandlungstage, obwohl bereits am ersten Tag nach Ansicht der Verteidiger feststand, daß die Angeklagten durch die von der Staatsanwaltschaft präsentierten Zeugen nicht überführt werden können.

Die Aussagen der Zeugen (gleichzeitig die vermeintlich Geschädigten) waren so widersprüchlich, daß wir fest davon ausgingen, daß einem sofortigen Freispruch nicht entgegenstehe.

Auch der Richter hatte dies offenkundig bemerkt und sagte - für alle zu hören - in Richtung Staatsanwaltschaft, daß alles nach Freispruch aussieht ... oder Einstellung nach § 153 StPO.

Die Staatsanwaltschaft beharrte in der Folge darauf, daß es keinen Freispruch geben solle, sondern nur eine solche Einstellung.

Das Gericht ließ sich davon “anstecken” und kündigte in der Folge in einem Rechtsgespräch an, ein Freispruch komme nicht in Betracht, es müßten auch noch mehr Zeugen gehört werden.

Wir haben unseren Mandanten jedoch geraten, das Einstellungsangebot nicht anzunehmen. Dies hätte zwar keine erheblichen strafrechtlichen Konsequenzen gehabt und wäre nach einem Freispruch das bestmögliche Verfahrensergebnis gewesen, aber die Anwaltskosten hätten unsere Mandanten getragen. Bei einem Freispruch trägt die Landeskasse die Kosten.

Am zweiten Verhandlungstermin versuchte der Richter, unseren Mandanten die Pistole auf die Brust zu setzen: Entweder die Einstellung wird akzeptiert, oder die Angeklagten würden schon sehen, was sie davon hätten. Auch die Staatsanwaltschaft kündigte an, bei Ablehnung der Einstellung werde die Anklage noch um weitere Punkte ergänzt.

Danach gab es ein heftiges Wortgefecht zwischen Verteidigung und Richter. Der Termin endete sehr schnell, da die geladenen Zeugen nicht erschienen waren und der Richter ankündigte, sowieso bald in einer anderen Abteilung zu arbeiten.

Wir konnten deshalb davon ausgehen, daß beim nächsten Termin ein anderer Richter den Vorsitz führen würde und verzichteten auf einen Befangenheitsantrag.

Beim nächsten Termin führte eine sehr vernünftige Richterin den Vorsitz, die schon nach den Aussagen der ersten beiden Zeugen die Verhandlung unterbrach und sagte: “ Das wird doch nichts mehr”. Gemeint war die Überführung der Angeklagten.

Da nun auch ein anderer Staatsanwalt anwesend war, gab es endlich - das Verfahren zog sich über ca. 8 Monate hin - endlich den von unseren Mandanten herbeigesehnten Freispruch.

Hartnäckigkeit zahlt sich aus, wenn man im Recht ist.

Vereinbaren Sie einen Termin unter 030 / 889 22 77 0
Termin vereinbaren unter:
 (030) 889 22 77 - 0
Informationen zum Strafverfahren
Schwerpunkte der Kanzlei
Links Copyright: Pohl & Marx | Kanzlei für Strafrecht | Allgemeines Strafrecht | BtMG-Verfahren | Wirtschaftsstrafrecht Impressum

Kanzlei für Strafrecht in Berlin- Wilmersdorf, Rechtsanwälte mit Schwerpunkt Strafrecht (Strafverteidiger) aus Berlin, Strafverteidigung bei allen Delikten, zum Beispiel Drogenstrafrecht (Unerlaubter Besitz, Anbau, Handeltreiben mit Cannabis, Kokain, Amphetamin etc), Raub, gefährliche Körperverletzung, Mord, Totschlag,Diebstahl, Bankrott, Insolvenzverschleppung, Besitz, Erwerb und Verbreitung kinderpornographischer Schriften, Geldwäsche, Untreue, Unterschlagung, Betrug uvm. in allen Instanzen, Google Plus .Wir verteidigen bundesweit als Strafverteidiger bei Vorladungen von der Polizei, Zoll, Steuerbehörden, Anklagen vom Gericht, Haft, Durchsuchungen, Festnahmen, Berufungen usw. Anwälte mit Spezialisierung Strafrecht, Strafrechtskanzlei Berlin, Fachanwälte für Strafrecht.